In meiner früheren Abhandlung (8, S. 28) '), wurde die Theorie aufgestellt, dass die Lichtwachstumsreaktion in ihrer vollkommenen Gestalt nur von einer sehr grossen Lichtmenge verursacht werde. Im Experiment sollte sogar bei Dauerbelichtungen, die Lichtintensität immer als „begrenzender Faktor” im Sinne Blackmans (6) auftreten; d. h. die Grösse der von einer Dauerbelichtung bestimmter Intensität hervorgerufenen Wachstumsreaktion sollte von dieser Intensität bestimmt werden, sodass die Pflanze bei einer Intensitätserhöhung der Belichtung eine neue Reaktion erfahren sollte. Die in der Praxis angewandten Lichtintensitäten reichten also nicht aus, um eine maximale Wachstumsreaktion auszulösen, oder, anders gesagt, um die „Lichtempfindlichkeit” ganz zu zerstören. Je geringer die bestrahlende Intensität wäre, um so mehr bliebe „Empfindlichkeit” erhalten. Eine Erhöhung der Lichtintensität würde demnach eine neue Lichtwachstumsreaktion auslösen, auch wenn die Pflanze sich schon an eine bestimmte Intensität angepasst hätte. Was die experimentellen Wachstumsmessungen anbetrifft, stützte diese Theorie sich nur auf die Angaben Vogts (12) und Sierps (9, 10).